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Themenbereiche

Das Institut für Thermische Verfahrenstechnik befasst sich in Forschung und Lehre mit den technischen Anwendungen der Grundlagen der Thermodynamik, der Strömungsmechanik, der Wärme- und Stoffübertragung und der Physikalischen Chemie beim

  • Heizen, Kühlen, Verdampfen, Kondensieren
  • Eindampfen, Kristallisieren, Fällen, Trocknen
  • Adsorbieren, Absorbieren, Destillieren und Extrahieren

um Produkte mit gewünschten Eigenschaften zu erzeugen.

Leitsätze unserer Arbeit

  • In der Lehre der Thermischen Verfahrenstechnik sollen theoretische Grundlagen, moderne Arbeitsmethoden und experimentelle Fertigkeiten vermittelt werden.

  • Prozess- und Produktengineering sind gleichberechtigt. Dies soll in Lehre und Forschung des Institutes sichtbar sein.

  • Am Institut wird methodenorientierte Grundlagenforschung betrieben. Interdisziplinäre Ansätze werden bevorzugt.

  • Die forscherische Leistungsfähigkeit des Institutes kann durch geeignete Industriekooperationen gefördert und unter Beweis gestellt werden.

Zur Geschichte des Instituts

Das Institut wurde als erstes verfahrenstechnisches Institut in Deutschland schon vor dem Zweiten Weltkrieg gegründet (siehe auch [1]).

Der erste Institutsleiter, Emil Kirschbaum (1900 bis 1970) war schon 1928 nach Karlsruhe gekommen, um hier den neuen Studiengang Chemieingenieurwesen aufzubauen, der an der damaligen Maschinenbau-Abteilung gemeinsam mit Vertretern der Chemie als erster in Deutschland eingerichtet wurde. Das Institut hieß damals Institut für Apparatebau und Verfahrenstechnik und war bis in die Fünfziger Jahre hinein das einzige seiner Art in Deutschland. Hauptforschungsgebiete waren Apparate, wie Verdampfer, Trockner, Mühlen und vor allem Destillierkolonnen und die darin ablaufenden Vorgänge.

Nach der Emeritierung Emil Kirschbaums übernahm Ernst-Ulrich Schlünder (*1929) im Jahre 1967 die Leitung des Instituts, das seither seinen jetzigen Namen Institut für Thermische Verfahrenstechnik trägt. In der Amtszeit von E. U. Schlünder von 1967 bis 1997 wurden mehr als 80 Promotionen zum Dr.-Ing. und 5 Habilitationen erfolgreich abgeschlossen.

Mitglieder des Instituts waren und sind noch immer aktiv an der Erstellung des VDI-Wärmeatlas beteiligt. Auch das Heat Exchanger Design Handbook ist mit E.U. Schlünder als editor-in-chief seit 1983 weltweit bekannt geworden.

Die Hauptforschungsgebiete waren Wärme- und Stoffübertragung, Mehrphasenströmung, Thermische Trennverfahren und vor allem die Trocknungstechnik.

Seit Januar 1998 leitet Matthias Kind (*1957, Promotion 1989, 9 Jahre Industrietätigkeit) das Institut. Unter seiner Führung werden die bestehenden Forschungsgebiete Wärme- und Stoffübertragung, Thermische Trennverfahren und die Trocknung, fortgeführt, sowie der Forschungsbereich Produktgestaltung mit Projekten zur Kristallisation und Fällung neu aufgebaut.

Literatur: [1] Klaus-Peter Hoepke:Aus den Anfängen der Verfahrenstechnik an der Technischen Hochschule Fridericiana Karlsruhe. In: Fridericiana, Zeitschrift der Universität Karlsruhe, Heft 43, S. 21-31, 1989.