Institut für Thermische Verfahrenstechnik

Themenbereiche/Topics

Das Institut für Thermische Verfahrenstechnik befasst sich in Forschung und Lehre mit den technischen Anwendungen der Grundlagen der Thermodynamik, der Strömungsmechanik, der Wärme- und Stoffübertragung und der Physikalischen Chemie beim

  • Heizen, Kühlen, Verdampfen, Kondensieren
  • Eindampfen, Kristallisieren, Fällen, Trocknen
  • Adsorbieren, Absorbieren, Destillieren und Extrahieren

um Produkte mit gewünschten Eigenschaften zu erzeugen.

Die verschiedenen Forschungsthemen sind auf die drei Arbeitsgruppen "Thermal Process Engineering", "Heat and Mass Transfer" und "Thin Film Technology" aufgeteilt.

Leitsätze unserer Arbeit/Principles of our work

  • In der Lehre der Thermischen Verfahrenstechnik sollen theoretische Grundlagen, moderne Arbeitsmethoden und experimentelle Fertigkeiten vermittelt werden.

  • Prozess- und Produktengineering sind gleichberechtigt. Dies soll in Lehre und Forschung des Institutes sichtbar sein.

  • Am Institut wird methodenorientierte Grundlagenforschung betrieben. Interdisziplinäre Ansätze werden bevorzugt.

  • Die forscherische Leistungsfähigkeit des Institutes kann durch geeignete Industriekooperationen gefördert und unter Beweis gestellt werden.

Über das Institut/History of the institute

Das Institut wurde 1928 unter dem Namen Institut für Apparatebau und Verfahrenstechnik als erstes verfahrenstechnisches Institut in Deutschland gegründet. Geleitet wurde das Institut von Emil Kirschbaum, der nach Karlsruhe gekommen war, um den neuen Studiengang Chemieingenieurwesen aufzubauen. Das Institut war bis in die fünfziger Jahre hinein das einzige seiner Art in Deutschland. Hauptforschungsgebiete waren Apparate, wie Verdampfer, Trockner, Mühlen und vor allem Destillierkolonnen und die darin ablaufenden Vorgänge.

Im Jahr 1967 übernahm Ernst-Ulrich Schlünder die Leitung des Instituts, das seither seinen jetzigen Namen Institut für Thermische Verfahrenstechnik trägt. Die Hauptforschungsgebiete während seiner Amtszeit waren Wärme- und Stoffübertragung, Mehrphasenströmung, Thermische Trennverfahren und vor allem die Trocknungstechnik.

1998 wurde Matthias Kind zum dritten Leiter des Instituts. Unter seiner Führung wurden die bestehenden Forschungsgebiete Wärme- und Stoffübertragung, Thermische Trennverfahren und die Trocknung, fortgeführt, sowie der Forschungsbereich Produktgestaltung mit Projekten zur Kristallisation, Fällung und Trocknung dünner Filme neu aufgebaut.

Seit Juni 2020 wird das Institut kollegial von Matthias Kind und Thomas Wetzel geleitet.

Die Forschungsschwerpunkte der von Thomas Wetzel seit 2009 geleiteten Arbeitsgruppe Wärme- und Stoffübertragung sind das thermische Verhalten von Lithium-Ionen-Batterien und die Thermofluiddynamik ein- und mehrphasiger Strömungen konventioneller Fluide und von Metallschmelzen.

 

Ebenfalls 2009 wurde zur Trocknung dünner Filme eine eigenständige Arbeitsgruppe gegründet, die heute unter der Leitung von Wilhelm Schabel erfolgreich etabliert ist.

Seit seiner Gründung wurden am Institut für Thermische Verfahrenstechnik mehr als 130 Promotionen zum Dr.-Ing. und 5 Habilitationen erfolgreich abgeschlossen.

Mitglieder des Instituts waren und sind aktiv an der Erstellung des VDI-Wärmeatlas beteiligt. Auch das Heat Exchanger Design Handbook ist mit E.U. Schlünder als editor-in-chief seit 1983 weltweit bekannt geworden.